Hochsensitivität

Mein Aha-Erlebnis

Als ich zu Beginn der 2000-er Jahre das Buch "zart besaitet" von Georg Parlow  las, hatte ich ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. Endlich konnte ich mir erklären, warum ich seit Jahren mit Dingen kämpfte, die andere Menschen locker wegstecken, warum mich gewisse Situationen über die Massen Energie kosten und ich mich länger als andere erholen muss.

Hochsensitiv oder nicht?

Erkennst du dich in folgenden Fragen?:

  • Du tust dich schwer mit deiner erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit, kannst dich schlecht abgrenzen? Z.B. wenn zwischen Menschen in deiner Umgebung unausgesprochen schlechte Stimmung herrscht oder wenn ein Wasserhahn tropft, den andere gar nicht wahrnehmen.
  • Du bist von Aussenreizen schnell überflutet und weisst nicht, wie du damit umgehen sollst? Z.B. beim Einkaufsbummel, Rockkonzert, Stimmengewirr in der Bahnhofshalle.
  • Ereignisse werfen dich aus der Bahn, welche andere zwar ebenfalls wahrnehmen, die sie aber weniger beeinträchtigen? Z.B. wenn du schlecht geschlafen hast, dich morgens fühlst wie ein rohes Ei und keine Ahnung hast, wie du diesen Tag im Aussen überstehen sollst und am liebsten wieder unter die Bettdecke schlüpfen möchtest.
  • Du brauchst länger als andere, um dich zu erholen? Z.B. wird dir bewusst, dass dir die Wochenenden immer weniger ausreichen, um dich von deiner Arbeit zu erholen? 

Dein "Ja" könnte darauf hinweisen, dass du hochsensibel bzw. hochsensitiv bist. Wenn du dem noch genauer nachgehen möchtest, kannst du einen dieser beispielhaft aufgeführten Tests ausfüllen:

zartbesaitet.net, seinsibel.com, hochsensible.eu

Zusammen zu deiner Lebens-Balance?

Das Erreichen oder Halten der Lebens-Balance ist für hochsensitive Menschen eine noch grössere Herausforderung als für normal sensitive. Ich spreche aus Erfahrung und kann gut verstehen, dass dich deine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit jeden Tag herausfordert. Im Lauf der Jahre habe ich mir verschiedenartige Strategien und Instrumente angeeignet. Ich unterstütze dich gerne mit praktischen Alltagstipps und einfachen Übungen dabei, deine Hochsensitivität anzunehmen und als Gabe zu integrieren, statt sie als Schwäche zu sehen. Lies hier noch mehr über mein Angebot.

Von der Hochsensibilität zur Hochsensitivität/Neurosensitivität

Die US-amerikanische Psychologin Dr. Elaine Aron  begann in den 1990-er Jahren ihre Forschung zur Hochsensibilität. Sie prägte damals den Begriff "Highly Sensitive Person" (HSP). Lange wurde im deutschen Sprachraum von "sensibel" statt von "sensitiv" gesprochen, was die Fähigkeiten der betroffenen Menschen abwertete. Bis heute werden hochsensitive Eigenschaften vor allem als Hindernis bzw. Schwäche statt als Gabe bzw. Stärke wahrgenommen.

In der jüngeren Forschung wird unterdessen von Hochsensitivität oder Neurosensitivität gesprochen. Alle drei Begriffe meinen dasselbe: Sie beschreiben die Fähigkeit von hochsensitiven Menschen, Umgebungsreize intensiver wahrzunehmen als Menschen, die wenig sensitiv sind. "Neurosensitivität" fokussiert insbesondere auf eine "erhöhte Sensitivität des Nervensystems".

Zwischen 10 und 20% der Menschen gelten als hochsensitiv.