Hochsensitivität / HSP

Hochsensitiv oder nicht?

Erkennst du dich in folgenden Fragen?:

  • Du tust dich schwer mit deiner erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit, dich abzugrenzen ist schwierig? Z.B. wenn zwischen Menschen in deiner Umgebung unausgesprochen schlechte Stimmung herrscht oder wenn ein Wasserhahn tropft, den andere gar nicht wahrnehmen.
  • Du bist von Aussenreizen schnell überflutet und weisst nicht, wie du damit umgehen sollst? Z.B. beim Einkaufsbummel, Rockkonzert, Stimmengewirr in der Bahnhofshalle.
  • Ereignisse werfen dich aus der Bahn, welche andere zwar auch wahrnehmen, aber weniger beeinträchtigen? Z.B. wenn du schlecht geschlafen hast, dich morgens fühlst wie ein rohes Ei und keine Ahnung hast, wie du diesen Tag überstehen sollst und am liebsten wieder unter die Bettdecke schlüpfen möchtest.
  • Du brauchst länger als andere, um dich zu erholen? Z.B. wird dir bewusst, dass dir die Wochenenden nicht ausreichen, um dich von deiner Arbeit zu erholen? 

Dein "Ja" könnte darauf hinweisen, dass du hochsensibel bzw. hochsensitiv bist. Wenn du dem noch genauer nachgehen möchtest, kannst du einen dieser beispielhaft aufgeführten Tests ausfüllen:

zartbesaitet.net, hochsensibilitaet-netzwerk.com, hochsensible.eu

Von der Hochsensibilität zu Hochsensitivität, Neurosensitivität und was das überhaupt ist

Die US-amerikanische Psychologin Dr. Elaine Aron  begann in den 1990-er Jahren ihre Forschung zur Hochsensibilität. Sie prägte damals den Begriff "Highly Sensitive Person" (HSP). Lange wurde im deutschen Sprachraum von "hochsensibel" statt von "hochsensitiv" gesprochen. Heute werden beide Begriffe gleichwertig verwendet. Allerdings werden in unserer Gesellschaft hochsensitive Eigenschaften immer noch meist als Hindernis und Schwäche statt als Gabe und Stärke wahrgenommen. In der jüngeren Forschung wird unterdessen von Hochsensitivität oder auch Neurosensitivität gesprochen, wobei letztere insbesondere auf eine "erhöhte Sensitivität des Nervensystems" fokussiert. Ich bevorzuge "Hochsensitivität", da "Hochsensibilität" oft negativ konnotiert ist. Hochsensitivität ist keine Krankheit, sondern ein Wesenszug, der meist bereits angeboren ist.

 Alle drei Begriffe meinen dasselbe: Sie beschreiben die

Fähigkeit von hochsensitiven Menschen, innere Reize und Umgebungsreize intensiver wahrzunehmen und zu verarbeiten als Menschen, die wenig sensitiv sind. 

Reize können sein: Geräusche, Licht, Stimmungen (auch zwischen Menschen), Unausgesprochenes, Geschmäcke, Nahrungsmittel, Stoffe, Farben, Formen, Temperaturen, Tempo usw.

Gemäss aktueller Forschung sind mind. 20% der Menschen hochsensitiv.

Mein Aha-Erlebnis

Als ich zu Beginn der 2000-er Jahre das Buch "zart besaitet" von Georg Parlow  las, hatte ich ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. Endlich konnte ich mir erklären, warum ich seit Jahren mit Dingen kämpfte, die andere Menschen locker wegstecken, warum mich gewisse Situationen über die Massen Energie kosten und ich mich länger als andere erholen muss und mich oft wie von einem anderen Stern fühle.

Zusammen zu deiner Lebens-Balance?

Das Erreichen oder Halten der Lebens-Balance ist für hochsensitive Menschen eine noch grössere Herausforderung als für normal sensitive. Ich spreche aus Erfahrung und kann gut verstehen, dass dich deine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit jeden Tag herausfordert. Im Lauf der Jahre habe ich mir Strategien und Instrumente im Umgang damit angeeignet. Ich unterstütze dich gerne mit praktischen Alltagstipps und einfachen Übungen dabei, deine Hochsensitivität anzunehmen und als Gabe zu integrieren, statt sie als Schwäche zu sehen. Lies noch mehr über mein Angebot.